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18.06.2020

Lufthansa-Rettung Staatshilfen sind keine Hilfen des Staats zum Stellenabbau!

Lufthansa bekommt Hilfe.

Kurzarbeit und Staatshilfen sinnvoll nutzen! Eine Resolution der AfA Hamburg:

Wir fordern die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion, des Hamburger SPD-Landesvorstandes und die Mitglieder der SPD-Bürgerschaftsfraktion auf, sich auf allen Ebenen dafür einzusetzen, dass die geplanten Entlassungen bei der Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften, u.a. der Lufthansa Technik, vermieden werden. Staatshilfen sind nicht für den Abbau von Arbeitsplätzen gedacht.

Die Lufthansa Group spricht von einem angeblichen Überhang von 22.000 Vollzeit-Stellen im Konzern, die sich auf verschiedene Tochtergesellschaften verteilen. Der Vorstand selbst sagt, betriebsbedingte Kündigungen durch Krisenvereinbarungen mit Gewerkschaften möglichst verhindern zu wollen. Trotzdem redet der Konzern nun im Vorfeld der Verhandlungen von Kündigungen.

Hamburg ist mit der Lufthansa Technik besonders betroffen. 2.500 Stellen sollen deutschlandweit abgebaut werden und der Konzern droht mit Kündigungen aller Beschäftigten in der Probezeit am Standort Hamburg. Das würde mehrere hundert Beschäftigte treffen! Und das, obwohl der Bund die Lufthansa mit 9 Milliarden Euro Staatsbeihilfen unterstützen will.

Dabei wird offensichtlich vergessen, dass die Kolleginnen und Kollegen bereits ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten. Kurzarbeit bedeutet für die Betroffenen -trotz Aufstockung- Einkommensverluste und geringere Sozialversicherungsbeiträge. Die Beschäftigten der Lufthansa Technik haben zu den Rekordergebnissen der letzten Jahren beigetragen, nun ist die erste Reaktion des Managements der Arbeitsplatzabbau. Das Versagen des Managements darf nicht von den Beschäftigten ausgebaded werden!

Vielmehr sollten jetzt strategisch sinnvolle Entscheidungen getroffen werden, um auch nach der Krise mit ausreichend Fachkräften durchstarten zu können. Nach teuren und aufwendigen Einstellungskampagnen in den letzten Jahren sind die nun angedrohten Kündigungen schlicht nicht nachvollziehbar. Sie verhindern die notwendige demografische Erneuerung - und der Fachkräftemangel nach der Krise ist absehbar.

Der Erhalt der Arbeitsplätze ist ein Erfolgsrezept aus der Finanzkrise. Ziel muss sein, über Kurzarbeit, freiwillige Teilzeit-Regelungen und andere Einsparungen Entlassungen zu vermeiden. Wir fordern die Arbeitgeberin auf, Vereinbarungen mit den Gewerkschaften und den Betriebsräten für eine zukunftsorientierte Personal-, Sozial- und Tarifpolitik zu treffen, wie beispielsweise bei der Deutschen Bahn mit dem Demografie-Tarifvertrag.

Der AfA-Landesvorstand ruft alle Beteiligten auf, die geplanten Staatshilfen und Instrumente wie Kurzarbeit im Sinne der Beschäftigten zu nutzen, anstatt Arbeitsplätze abzubauen. Staatsbeihilfen und Kurzarbeit sind nicht für den Abbau von Stellen gedacht. Sie sollen helfen, die Krise möglichst ohne Kündigungen zu überbrücken.