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13.07.2020

Stoppt die Angriffe auf die Mitbestimmung Friseur-Kette droht, Betriebsrätinnen abzuschneiden!

Deutschlands größte Friseur-Kette, die Klier Hair Group, wirft sechs weiblichen Mitgliedern des Betriebsrats vor, bei der Arbeitszeit betrogen zu haben. Die engagierten Frauen sollen alle gekündigt werden. Im Versuch, den Betrug zu beweisen, hat Klier eine systematische Auswertung von Park- und Bahntickets beauftragt.

Das Arbeitsgericht Hamburg sieht aber in einem ersten der sechs Fälle keinen hinreichend begründeten Nachweis für den von Klier geäußerten Tatvorwurf. Das Gericht hat abgelehnt, der Kündigung ersatzweise zuzustimmen; vorher hatte bereits der Betriebsrat der Friseur-Kette der Kündigung nicht zugestimmt.

"Dieses Urteil macht Hoffnung, dass auch die weiteren fünf Fälle vom Arbeitsgericht abgewiesen werden", sagt Carsten Gerloff, AfA Landesvorsitzender. "Ein starker Betriebsrat und die Zusammenarbeit mit der zuständigen Gewerkschaft, hier ver.di, sind unerlässliche Faktoren für gute Arbeit im Betrieb. Als AfA unterstützen wir daher die Petition von ver.di für die Betriebsräte der Klier Hair Group."

Laut ver.di, die den Betriebsrat und einzelne Betriebsratsmitglieder seit Jahren auch vor Gericht unterstützt, gehören die aktuellen Kündigungen zu einem Bündel an Maßnahmen, mit denen Klier gegen Betriebsratsarbeit in den Friseur-Salons vorgeht. Das Unternehmen hat scheinbar grundsätzliche Schwierigkeiten, die betriebliche Mitbestimmung, die in Deutschland gesetzlich verankert ist, anzuerkennen.

Hier -> Bilder von der Solidaritätskundgebung vor dem Arbeitsgericht Hamburg am 26. August 2020